Trainingsweekend Losone - Damen 40+
Das legendäre Tennisweekend in Losone – Sechs Frauen, drei Anitas und ein Goldfisch rückwärts (16. - 19. April 2026)
Donnerstagmorgen. Der Zug Richtung Losone rollt an — und mit ihm sechs Frauen, ein Apéro, und ungefähr 247 gute Vorsätze, endlich besser Tennis zu spielen. Doris, die Allrounderin und Beste, hat natürlich alles organisiert. Reise, Hotel, Trainingszeiten – und sicherheitshalber auch den Wetterbericht, drei Ersatzpläne und eine mentale Checkliste. Neben ihr sitzt Alexandra die Lustige, die zusammen mit Doris den Bahnapéro vorbereitet hat. Kaum fährt der Zug, stehen bereits Weisswein, Snacks und Gelächter auf dem Tisch. “Wir müssen uns ja auf das Training vorbereiten”, meint Alexandra ernsthaft — und greift zu den Oliven. Anita die Grosse schaut skeptisch in die Apéro-Box. “Keine Amaretti, oder?” “Nein.” “Perfekt. Dann kann ich bleiben.”
In Losone angekommen, geht es direkt auf den Tennisplatz. Tennis ist schliesslich allen wichtig. Doris zeigt sofort, warum sie die Beste ist. Ihre Bälle landen präzise wie programmiert. Dicht gefolgt von Helene, der Jüngsten, die mit voller Wucht jeden Ball am Netz versenkt. “Helene, du musst nicht jeden Ball erschlagen!” ruft Alexandra lachend. Anita die Grosse erobert währenddessen das Netz. Niemand kommt an ihr vorbei. Netzchampion. Punkt! Alexandra glänzt mit ihrem Slice-Aufschlag, der so fies schneidet, dass die anderen den Ball manchmal erst sehen, wenn er schon wieder zurückrollt. Anita die Kleine flitzt über den Platz. Ihre Beine sind schneller als jede Vorhand. Anita Grosi kontert mit einem überraschend fiesen Schlag. “Ha! Den habt ihr nicht kommen sehen!” Während eines intensiven Ballwechsels bekommt Anita Grosi ein Problem. Sie bleibt stehen. “Ich glaube… ich brauche eine technische Pause.” “Materialfehler?” fragt Doris. “Strategische Verschiebung?” ergänzt Alexandra. Helene ist sofort zur Stelle. “Ich helfe!” Während Anita Grosi das Problem löst, schaut sie Anita die Kleine an und meint gutmütig: “Du Äffchen, spiel mal weiter für mich.” Anita die Kleine grinst. “Solange ich kein Blattlaub treffe...”“Was?” fragt Doris. “Äh, Blattlaub… Laubfrosch ha-n-i gmeint…” Stille. Dann bricht das Gelächter los.
Am Abend gibt es gutes Essen. Alexandra geniesst, Doris trinkt den obligaten Merlot Bianco und Anita die Grosse kontrolliert vorsichtig die Speisekarte. Kein Fisch. Kein Amaretti. Alles gut. Beim Dessert zeigt Anita Gross plötzlich nach draussen: “Schaut mal, ein Jägermeister!” “Ein… was?” fragt Helene, “Aha… du meinst den Kammerjäger…!” Wieder Gelächter.
Am Samstag folgt das Fotoshooting. Tennisposen. Siegerposen. Lachposen. Zwischendurch schaut Helene in den Teich neben dem Platz. “Schaut mal! Ein Goldfisch schwimmt rückwärts!” Alle schauen. “Helene… der dreht nur.” “Nein, nein — der trainiert.”
Sonntag. Letztes Training. Alle sind müde. Alle lachen trotzdem. Noch ein letzter Ballwechsel. Noch ein letzter Slice. Noch ein letzter Sprint von Anita Klein. Noch ein letzter Netzpunkt von Anita Gross. Noch ein letzter Wuchtball von Helene. Noch ein letzter fieser Schlag von Anita Grosi. Noch ein letzter präziser Punkt von Doris. Noch ein letzter Slice von Alexandra. Dann stehen sie zusammen am Netz. Sechs Frauen. Drei Anitas. Unzählige Lacher. “Same time next year?” fragt Doris. “Unbedingt”, sagt Alexandra. “Und mit Rotkreuz-Kurs”, ergänzt Anita Grosi. “Und ohne Blattlaub”, sagt Anita Klein. “Und mit Goldfisch-Training”, sagt Helene. “Und bitte ohne Amaretti”, sagt Anita die Grosse. Und eines ist klar: Das nächste Tennisweekend wird genauso legendär.
Mümliswil, 22. April 2026/ah