Interclub Herren 2. Liga - 1. Runde
Liebes Tagebuch
Ich habe zwar gesagt dass ich erscht in einem Jahr wieder da bin, aber ich hatte grade Lust zum schreiben. Wir hatten nämmli heute die erschte Interclub-Runde gegen Scheuren aus dem Kanton Bärn. Es hatte viele Zuschauer, was uns alle wäuts gefreut hat und das Wetter konnte besser nicht sein. Auch Ehrengast Damian Bader war vor Ort. Ihm ist direkt aufgefallen, dass im Träningslager nicht auf die Ernährung geachtet wurde. So wunderte er sich über Séves „Ränzli“ und vorallem über die Wandlung von Clüdu. Gemäss Damians Aussage war nämmli der Clüdu früher von der Agilität und vom Körperbau her ein sogenannter Sandhase. Heute sei er dann doch eher ein Maulwurf. Séve und Fäbu M. haben gestartet mit ihren Einzeln. Fäbu hat es doch wirklich hingebracht einen Smash direkt am Netz an seinen Fuss zu hauen. Und das beim Matchball. Anschliessend waren dann ich und Mario mit unseren Einzeln am Zug. Plötzlich gab es dann einen Schrei vom kleine Anita und alle sind verchlüpft. Was ist passiert? Hat sich Mario verletzt? Hat ein Ball sie am Kopf gebreicht? Nein nein, es war dann nur ein Wäschpi. Auch Mätsi kam vorbei, obwohl er an der Gewerbeausstellung in Balsthal schaffen musste. Er kam direkt in der Arbeitsmontur und genoss herrlich ein paar Sandwiches von uns Spielern. Fand ich schon ein bizzeli frech. Als letzte Einzelrunde folgte dann Cédi und Clüdu. Clüdu kam es doch mit Lewis Capaldi zu tun über. Dieser Sänger kann auch ganz gut Tennis spielen und Schweizerdeutsch versteht er sogar auch noch. Hab ich nicht gewusst vorher. Das wars dann imfall von den Einzeln und wir haben direkt mit den Doppeln gestartet. Ich durfte mit Séve spielen und parallel spielten Mario und Fäbu M. Als drittes Doppel folgte dann Cédi und Clüdu. Clüdu hat uns da beim Einwärmen einen neuen Trick gezeigt. Er hat einen normalen Vorhandschlag zuerst auf seiner Seite aufprallen lassen, bevor er übers Netz ging. Imfall voll irritierend für den Gegner. Weiss nicht ob Clüdu weiss, dass dies nicht erlaubt ist. Als das Spiel dann lief, haben wir uns über Clüdus Tragen des Tschäppus gewundert und selbst sein Doppel-Partner Cédi war erstaunt. Vor einem Aufschlag hat uns Cédi dann gesagt, dass ihn Clüdu an Natascha Badmann erinnere. Er musste selbst so giggelen, dass er direkt einen Doppelfehler machte. Während des dritten Doppels kam Fäbu M. dann plötzli völlig entgeistert in das Clubhaus. Die Spieler von Scheuren, die nicht am dopplen waren und eigentlich ein Feierabend-Bier hätten geniessen dürfen, haben noch ein Extra-Träning eingelegt. Die Doppel waren dann fertig und das Extra-Träning auch. Nun haben sich alle dem gemütlichen Teil gewidmet und wir haben ein genüssliches Abendmahl genossen. Wobei eins hat mich dann schon gestört. Figgi Badrone Rubitschung hat uns eine Züpfe versprochen und ist dann einfach nicht aufgetaucht. Dementsprechend hat die Züpfe dann nicht den Weg in meinen Magen gefunden. Ich hab mich den ganzen Tag drauf gefreut. Die Gegner aus Scheuren sind dann zügig nach dem Essen heim gegangen. Wir haben noch ein bizzeli Musik gelost und geschwatzt. Clüdu fand, dass wir die Musik nicht zu laut machen dürfen, weil es sonst „Reklamone“ von den Nachbarn gäbe. Raklamone heisst eigentlich Reklamationen. Aber Clüdu hat ja nichts mit dem Bildungswesen am Hut und braucht daher keine Rächtschreibung. Séve fand dann dass er zu wenig Thema sei an diesem Abend und hat seinen Spitznamen vom Träningslager zurück ins Spiel gebracht. Eine richtige Amateur-Kurzschluss-Handlung fand Fäbu M. Dementsprächend wurde Séve dann wieder „Bolle“ genannt an diesem Abend. Übrigens Fäbu M. der ja am anderen Ende des Tennisplatzes wohnt und zu faul war, eine Jacke zu holen, hat meine Felljacke anziehen dürfen. Die gibt mega warm. Aber Fäbu fand sie nicht so schön. Dieses Schaf hatte auch mal Gefühle imfall. Wir liessen dann den Abend gemütlich ausklingen und genossen ein paar Bierli. So liebes Tagebuch. Das war ein langer Tag und ich bin ein bizzeli müde. Ich schreibe dir dann nach der nächsten Interclub-Runde wieder. Und ach ja, wir haben imfall 7:2 gewonnen.
Geschrieben von Fabio (oder auch Röschu, Pöili, weiterhin mit Unterton „dr Nöi“ und seit heute Gradi genannt.)